Amortisationsdauer
Zeitraum, der notwendig ist, bis der Nettobarwert der Investition positiv wird, bzw. die Investitionssumme der Summe der abgezinsten Rückflüsse entspricht. Einfacher: Der Zeitpunkt zu dem die Rückflüsse aus einer Investition die abgezinsten Kosten übersteigen.
Betrachtungszeitraum
Zeitraum, über den die Kosten- und Nutzenfaktoren sowie deren Verteilung betrachtet werden. Der Betrachtungszeitraum einer Wirtschaftlichkeitsanalyse liegt i.d.R. zwischen 3-5 Jahren.
Direkte/indirekte Größen
Direkte Größen bezeichnen Nutzenbereiche, die unmittelbar aus dem Vorhaben zu generieren und nachzuweisen sind. Typische Beispiele sind geringere Kosten für Hard- und Software.
Indirekte Größen sind mittelbar zu generieren und nicht direkt nachzuweisen sondern beruhen in höherem Maße auf Annahmen. Z.B. die höhere Stabilität des Gesamtsystems führt zu geringeren Ausfallzeiten bei den Anwendern. Dadurch steigt die Produktivität der Mitarbeiter. Die Unsicherheit der Realisierung des Nutzens ist höher als bei direkten Größen.
Durchschnittliche Life Cycle Costs (LCCs)
Die durchschnittlichen Life-Cycle-Costs stellen das Verhältnis der LCCs im Betrachtungszeitraum dar und zeigen die durchschnittlich anfallenden Kosten pro Jahr innerhalb des Betrachtungszeitraumes auf.
Gesamtnutzen/ -nutzen
Die Gesamtkosten/-nutzen bezeichnen alle innerhalb des Betrachtungszeitraumes anfallenden Kosten/Nutzen des Projektes.
Full Time Equivalent (FTE)
FTE ist eine etablierte und standardisierte Vergleichsgrösse für zeitliche Arbeitsleistung, die eine Arbeitskraft innerhalb eines vergleichbaren Zeitraums erbringt (Tag, Woche, Monat, Jahr). In der Deutschen Sprache wird auch das Wort Mannjahr/Personenjahr angewandt. Ein Mannjahr bezeichnet die Arbeitsleistung, die eine Person während eines Jahres (im Schnitt 220 Arbeitstage) leistet, dieses entspricht 1 FTE. 2 Ressourcen mit 50% Beschäftigungsgrad innerhalb eines Jahres ergeben ebenfalls 1 FTE.
Initialkosten/-nutzen
Die Initialkosten/-nutzen verstehen sich als Faktoren, die bei der Projektimplementierung Kosten bzw. Nutzen verursachen und notwendig sind, um den Betrieb der Ziel-Architektur aufzunehmen.
Internal Rate of Return (IRR) / Interner Zinsfuss
Der interne Zinsfuss gibt die Verzinsung an, die eine Investition generiert und kann bedingt mit dem Zinssatz für Anlagen am Kapitalmarkt verglichen werden. Problematik der Methode: Es wird unterstellt, dass die Rückflüsse immer zum gleichen Zinssatz wieder angelegt werden können. Der interne Zinsfuss ergibt sich bei einem Kapitalwert von Null. Um Investitionen über den IRR zu vergleichen, sollten zuerst Kosten und positive Rückflüsse in den Folgejahren anfallen. Die Initialkosten sollten ungefähr gleich sein.
Investitionsrate
Das Verhältnis von kalkulatorischem Zinssatz und Risikozinssatz (Kapitalkosten) zum ROI wird zur Bewertung des Investitionsrisikos herangezogen. Ist dieses < 2 ist das Risiko hoch; ist es > 4 ist das Risiko gering.
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Investitionsvolumen
Kosten des Projektes in der Initialphase, also alle Kosten, die während der Projektimplementierung aufzuwenden sind.
Jährlicher (durchschnittlicher) Return on Investment (ROI)
Verhältnis der Rückflüsse (Netto Cash Flow) einer Investition zur Investitionssumme. Bei mehrjähriger Betrachtung wird jeweils der Mittelwert über den entsprechenden Zeitraum gebildet.
Kapitalwertmethode
Die Kapitalwertmethode ist ein finanzmathematisches Verfahren, um die Investitionen eines Projektes mit einer alternativen Anlage zu einem so genannten „kalkulatorischen Zinssatz“ bei gleicher (Investitions)summe auf dem Kapitalmarkt zu vergleichen. Ist das Ergebnis der Kapitalwertmethode (Nettobarwert) am Ende des betrachteten Zeitraumes größer Null, dann ist die Investition in das Projekt gegenüber der Anlage auf dem Kapitalmarkt vorteilhafter.
Kumulativer ROI
ROI über die gesamte Projektlaufzeit. Ergibt sich durch die Addition der Nettobarwerte geteilt durch die Investitionssumme. (Ist nicht die Summe der jährlichen ROI). Damit sich die Investition mindestens wieder amortisiert, im Vergleich zu einer Anlage auf dem Kapitalmarkt, muss der ROI über den betrachteten Zeitraum mindestens 100% betragen. Ohne weitere Informationen ist der cROI nicht aussagekräftig, da zumindest der Anlagezeitraum bekannt sein muß. Hinweis: Ein cROI von 250 % kann schlechter sein als ein jährlicher ROI von 15%.
Laufende Kosten/Nutzen
Laufende Kosten/Nutzen verstehen sich als Faktoren, die im laufenden Betrieb über den Betrachtungszeitraum Kosten und Nutzen verursachen.
Life Cycle Costs (LCC)
Die Life-Cycle-Costs zeigen die über den Betrachtungszeitraum anfallenden Kosten aufsummiert in den einzelnen Jahren an und bieten somit eine Verteilungsstruktur, die z.B. für eine Grobplanung der Budgetierung herangezogen werden kann.
Netto Cash Flow/Rückfluss
Der Netto Cash Flow ist in dem Fall der Kapitalwertmethode der Saldo von Kosten und Nutzen innerhalb einer betrachteten Periode.
Nettobarwert (NBW)
Bezeichnet den abgezinsten Wert einer Zahlungsreihe in der Zukunft zum Betrachtungszeitpunkt. Grundlage bildet die Annahme, den Investitionsbetrag alternativ zu einem vorgegebenen Zinssatz anlegen zu können.
Net Present Value (NPV)
siehe Nettobarwert (NBW) |